Märchen der Gebrüder Grimm

Hier findet ihr eine Auswahl von Märchen der Gebrüder Grimm. Alle Märchen kommen in neuem "Gewand" daher und sind an die zeitgemäße deutsche Sprache angepasst. Bei einigen Werken wurden, auf Grund von zu hoher Gewalt, bzw. bei zu vielen Grausamkeiten, auch inhaltliche Änderungen vorgenommen. So weit es möglich war, wurden die Werke aber im Ursprung belassen. Das ist keine Kritik an den Grimm-Märchen, aber auch unsere kleinsten Leser sollen ordentlich "Lesespaß" haben. Jetzt aber viel Vergnügen mit Schlummerienchen & den altbekannten Grimm-Märchen!

Schneewittchen und die 7 Zwerge

Altersempfehlung: 
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Bewertung: 
4.4

Schneewittchen und die 7 Zwerge Cover - Grimm Märchen - Neufassung Autor: Jens Pätz - schlummerienchen.de

Es war einmal mitten im Winter. Die Schneeflocken fielen wie Federn vom Himmel herab. Da saß eine Königin an einem Fenster, das einen Rahmen von schwarzem Ebenholz hatte, und nähte. Und wie sie so nähte und in den Schnee hinausblickte, stach sie sich mit der Nadel in den Finger. Es fielen drei Tropfen Blut in den Schnee. Und weil das Rote im weißen Schnee so schön aussah, dachte sie bei sich: „Hätt ich doch nur ein Kind so weiß wie Schnee, so rot wie Blut, und so schwarz wie Ebenholz.“ Bald darauf bekam sie ein Töchterlein. Das war so weiß wie Schnee, so rot wie Blut, und so schwarzhaarig wie Ebenholz. Und so sollte es Schneewittchen (Schneeweißchen) heißen. Als das Kind geboren war, starb die Königin und nach einem Jahr nahm sich der König eine andere Gemahlin. Es war eine sehr schöne Frau. Aber sie war stolz und übermütig. Und so konnte sie es nicht ertragen, wenn ihre Schönheit von jemand Anderem übertroffen werden sollte. Und so hatte sie einen wunderbaren Spiegel, in dem sie sich gerne beschaute. Und wenn sie sprach: … weiter lesen

Strohhalm, Kohle und Bohne

Ein Märchen der Gebrüder Grimm

Altersempfehlung: 
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Bewertung: 
3

Märchen der Gebrüder Grimm - Strohhalm, Kohle und Bohne - Autor der Neufassung: Jens Pätz - Cover Bild

In einem Dorf wohnte eine arme alte Frau, die hatte gerade mal ein paar Bohnen für den Herd. So machte sie ein Feuer, um die Bohnen zu kochen. Damit das Feuer schneller brennen sollte, zündete sie es mit einer Hand voll Stroh an.

Als sie die Bohnen in einen Topf schüttete, fiel ihr unbemerkt eine zu Boden. Die gefallene Bohne kam neben einem Strohhalm zum liegen. Bald darauf sprang auch eine glühende Kohle vom Herd und kugelte zu den beiden hinüber.

Da fing der Strohhalm an und sprach: „Liebe Freunde, wo kommt ihr her?“ Die Kohle antwortete: „Ich bin glücklicherweise dem Feuer entkommen. Hätte ich das nicht mit Gewalt durchgesetzt, so wäre mir der Tod gewiss gewesen. Ich wäre zu Asche verbrannt.“

Die Bohne sagte: „Ich bin auch noch mit heiler Haut davongekommen. Aber hätte mich die Alte in den Topf geworfen, wäre ich ohne Barmherzigkeit zu Brei gekocht worden - wie meine lieben Kameraden.“

„Naja.“ sprach da der Strohhalm, „Hätte mich denn ein besseres Schicksal ereilt? Alle meine Brüder hat die Alte in Feuer und Rauch aufgehen lassen, sechzig hat sie auf einmal gepackt und ums Leben gebracht. Glücklicherweise bin ich ihr zwischen den Fingern durchgeschlüpft.“ … weiter lesen