ab 6 Jahren

Gute Nacht Geschichten ab 6 Jahren

Zauberella und das verbotene Haus (Serie)

Episode 9 - Beim Barte des Tautalus

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4

Zauberella und das verbotene Haus - Episode 9 - Beim Barte des Tautalus - Autor: Jens Pätz - Cover Bild

Zauberella war ein ganzes Stück weit gelaufen. Die Waldstraße schien einfach kein Ende zu nehmen. Mittlerweile war Quietscher ausgeruht und surrte leise neben der kleinen Fee umher. Einen Kommentar zu ihrem grauenhaft genialen Plan hatte er sich jedoch verkniffen. Denn die Laune der Wunschfee war mittlerweile nicht mehr so berauschend. Die positive Stimmung hatte sich in Frust gewandelt. Langsam aber sicher taten ihr die Füße weh. „Das kann doch nicht wahr sein!“, meckerte sie vor sich hin, „Haben wir die einzige Straße erwischt, die nirgendwohin führt?“

Um die Füße etwas zu entlasten flog sie ein Stück. Aber das machte es auch nicht besser. Die kleine Fee war müde. Sie hatte gefühlt eine Ewigkeit nicht mehr geschlafen. Dementsprechend war sie leicht zu reizen, was in Verbindung mit der geheimnisvollen Kraft in ihr – im wahrsten Sinne des Wortes –  ein Spiel mit dem Feuer war.

Plötzlich erspähte sie in der Ferne etwas Komisches. Da bewegte sich etwas auf der Straße! Ein Strahlen huschte ihr übers Gesicht. Na endlich, dachte sie. Aber was war das? Ein Holzkarren? Sie flog näher heran ... weiter lesen

Zauberella und das verbotene Haus (Serie)

Episode 8 - Der "Wut-Flug"

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4.142855

Zauberella und das verbotene Haus - Episode 8 - Der Wut-Flug - Autor: Jens Pätz - Cover Bild

Immer noch verärgert darüber, dass sie als "fehlgeleitete Wunschfee" bezeichnet wurde, schoss Zauberella aufgebracht in die Lüfte. Quietscher sauste ihr zielstrebig hinterher. Die kleine Fee flog rasant an Büschen und Bäumen vorbei. „Fehlgeleitete Wunschfee!“, ging es ihr immer wieder durch den Kopf. Sie zischte geschwind durch die kleinsten Lücken im Geäst und ließ sich dann bis kurz vor den Waldboden hinunterfallen, nur um danach wieder wendig in die Lüfte zu steigen. Denn, wenn es eines gab, was sie konnte, war es fliegen. Das ging eine ganze Weile so. Quietschers Leuchten nahm bereits eine rötliche Färbung an. Der kleine Bursche hatte ordentlich zu kämpfen, um an der angestachelten Zauberella dran zu bleiben. Doch, wo flogen sie eigentlich hin? Der Baum sagte nur, sie solle sich beeilen, bevor das letzte Einhorn nicht mehr der Dunkelheit trotzt. Hatte die mächtige Fee - aus der Erinnerung - nicht etwas Ähnliches gesagt? Nimm die Dunkelheit von ihm fort, waren ihre Worte, oder? Aber wie? Und wo sollte sie anfangen zu suchen? Der Dunkelwald schien unendlich groß zu sein. Und selbst wenn der ach so schlaue Baum einen Ort genannt hätte, Zauberella hätte ihn niemals gefunden. Sie kannte sich im Dunkelwald etwa so gut aus, wie ein Fisch an Land! Die Hilflosigkeit machte die kleine Fee noch wütender.

Zauberella flog sich immer mehr in Rage. Die waghalsigen Flugmanöver wurden immer gefährlicher. Dann schaute sie sich plötzlich um. Wo war Quietscher eigentlich? ... weiter lesen

Zauberella und das verbotene Haus (Serie)

Episode 7 - Die Prophezeiung

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3.642855

Zauberella und das verbotene Haus - Episode 7 - Die Prophezeiung - Autor: Jens Pätz - Cover Bild

Nach dem erschreckenden Erlebnis, mit der dunklen Gestalt, saß Zauberella immer noch zitternd auf dem Boden. Sie schaute den Baum fragend an. Was meinte er mit: „Es hat begonnen?“ Quietscher surrte hektisch in der Luft herum. Zauberellas Worte hatten ihn beunruhigt. Und, dass der sonst so gemütliche braune Riese mit einem Male selbst hektisch wurde, verunsicherte den kleinen Funken noch mehr. „Es ist Zeit, kleine Fee!“, sagte der Baum hastig. Doch Zauberella fiel ihm wie gewöhnlich ins Wort: „Zeit? Wofür?“

„Zeit, dich auf den Weg zu machen!“, kam die Antwort kurz und knapp. Auf einmal konnte sich der gemächliche Blattträger mit der eindrucksvollen Stimme also kurz fassen, dachte sich Zauberella. Lustig war nur - egal ob der neunmalkluge Baum viele oder wenige Worte benutzte – sie verstand ihn nicht! „Auf den Weg? Wohin denn?“, fragte sie verwirrt. Der Baum überlegte und fing mal wieder an mit sich selbst zu sprechen. „Es gibt noch so vieles, das sie wissen sollte, bevor sie den Weg der Prophezeiung beschreitet!“, sprach er eilig mit sich selbst, „Anscheinend ist sie tatsächlich die Fee der leuchtenden Aureole. Der kleine Pilz hatte also recht. Sie ist mit ihr verbunden. Aber wie kann das sein? Wenn sie doch für immer fort ist?“ ... weiter lesen

Hänsel und Gretel (Original)

Original von 1850

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5

Hänsel und Gretel vor einem Hexenhaus im Wald - Hänsel und Gretel - Grimm Märchen von 1850

Vor einem großen Walde wohnte ein armer Holzhacker mit seiner Frau und seinen zwei Kindern; das Bübchen hieß Hänsel und das Mädchen Gretel. Er hatte wenig zu beißen und zu brechen, und einmal, als große Teuerung ins Land kam, konnte er auch das täglich Brot nicht mehr schaffen. Wie er sich nun Abends im Bett Gedanken machte und sich vor Sorgen herum wälzte, seufzte er und sprach zu seiner Frau 'was soll aus uns werden? wie können wir unsere armen Kinder ernähren, da wir für uns selbst nichts mehr haben?' 'Weißt du was, Mann,' antwortete die Frau, 'wir wollen Morgen in aller Frühe die Kinder hinaus in den Wald führen, wo er am dicksten ist: da machen wir ihnen ein Feuer an und geben jedem noch ein Stückchen Brot, dann gehen wir an unsere Arbeit und lassen sie allein. Sie finden den Weg nicht wieder nach Haus und wir sind sie los.' 'Nein, Frau,' sagte der Mann, 'das thue ich nicht; wie sollt ichs übers Herz bringen meine Kinder im Walde allein zu lassen, die wilden Thiere würden bald kommen und sie zerreißen.' 'O du Narr,' sagte sie, 'dann müssen wir alle viere Hungers sterben, du kannst nur die Bretter für die Särge hobelen,' und ließ ihm keine Ruhe bis er einwilligte. 'Aber die armen Kinder dauern mich doch' sagte der Mann ... weiter lesen

Rotkäppchen und der böse Wolf

Neue Version

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3

Rotkäppchen und der böse Wolf im Wald

Es war einmal vor langer Zeit. Da lebten ein Bauer und eine Bäuerin mit ihrer kleinen Tochter in einem kleinen Dorf am Rande eines wunderschönen Waldes. Sie hatten nicht viel, doch es reichte zum Leben. Die Mutter war eine herzensgute Frau und kümmerte sich liebevoll um das kleine Mädchen. Jeder im Dorf mochte die Kleine. Sie war brav und gehorsam und half so gut sie konnte, wann immer jemand ihre Hilfe brauchte.

Neben Mutter und Vater gab es noch eine Großmutter. Die lebte, nicht weit entfernt, alleine im Wald. Es gefiel ihr dort und so wollte sie dort auch nicht fort. Die Großmutter war sehr stolz auf ihre Enkelin und so schenkte sie ihr gerne schöne Sachen. Denn auch, wenn sie selbst nicht viel hatte, war sie doch recht geschickt mit Nadel und Faden.

Einmal schenkte sie dem kleinen Mädchen ein rotes Käppchen mit rotem Gewand. Und weil dem kleinen Mädchen Käppchen und Gewand so gut gefielen, trug sie sie jeden Tag. So dauerte  es nicht lange und jedermann im Dorf nannte das kleine Mädchen nur noch Rotkäppchen. ... weiter lesen

Der Keller des Grauens

Halloween Special

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3.51613

Dunkler Keller aus der Gruselgeschichte: Der Keller des Grauens - Autor: Jens Pätz - schlummerienchen.de

Es ist nicht mehr lange bis Halloween und im Hause der Stapelmeiers laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Papa Stapelmeier hat schon die komplette Halloween Dekoration aus dem Keller geholt. Dabei hat der kleine Tobi Stapelmeier nur verstohlen zugeschaut.

Versteht das nicht falsch. Tobi ist nicht faul. Und er ist auch kein Halloween-Muffel. Ganz im Gegenteil. Tobi freut sich schon riesig auf Halloween. Aber der Keller ist ihm einfach unheimlich. Da unten gibt es nur eine Lampe und die ist meistens kaputt. Papa Stapelmeier sagt, das läge an den alten Stromleitungen. Aber der kleine Tobi ist sich sicher: Da unten spukt es!

In der Küche ist Papa Stapelmeier jetzt gerade mächtig beschäftigt. Er macht einen Probelauf für seinen berühmt-berüchtigten Kürbiskuchen. Die Nachbarn nennen ihn immer nur den Gruselkuchen - weil das Gebäck immer so schaurig ausschaut.

Mama Stapelmeier ist im Wohnzimmer und durchforstet derweilen die Kartons mit der Dekoration ... weiter lesen

Rotkäppchen (in zeitgemäßer Sprache)

Original von 1850

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2.77778

Rotkäppchen und der böse Wolf im Wald - Grimm Märchen von 1850

Es war einmal ein kleines süßes Mädchen, das hatte jedermann lieb, der sie nur ansah. Am allermeisten aber hatte ihre Großmutter sie lieb. Sie schenkte ihr gerne die schönsten Dinge. Einmal schenkte sie ihr ein rotes Käppchen. Und weil dem Mädchen das Käppchen so gut gefiel, wollte es nichts anderes mehr tragen. Deshalb nannte man es nur noch das Rotkäppchen.

Eines Tages sprach Rotkäppchens Mutter zu ihr: „Komm, Rotkäppchen, da hast du ein Stück Kuchen und eine Flasche Wein. Bring das der Großmutter. Sie ist krank und schwach und wird sich daran stärken. Mach dich auf, bevor es heiß wird. Und geh brav auf dem Weg entlang, sonst fällst du und zerbrichst das Glas. Dann hat die Großmutter nichts, um sich zu stärken. Und wenn du in ihre Stube kommst, so vergiss nicht, guten Morgen zu sagen. Und guck nicht erst in alle Ecken herum.“

„Ich will schon alles gut machen.“ sagte Rotkäppchen zur Mutter und gab ihr die Hand darauf. Die Großmutter aber wohnte draußen im Wald ... weiter lesen

Zauberella und das verbotene Haus (Serie)

Episode 6 - Der Anfang

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3.73913

Zauberella und das verbotene Haus - Episode 6 - Der Anfang - Autor: Jens Pätz - Cover Bild - schlummerienchen.de

Der braune Riese blickte die kleine Fee an und sprach: „Vielleicht kann ich dir helfen, indem ich dir eine Geschichte erzähle. Und vielleicht wird uns dadurch offenbart, wer du eigentlich bist.“ Dann schaute der Baum wieder tief in den Wald und begann zu erzählen: „Es passierte alles zu einer längst vergessenen Zeit. Den Dunkelwald gab es noch nicht. Er war Teil des Feenwaldes. Genau, wie auch der Vergiss-mal-nicht-Wald zum Feenwald gehörte.“

Der Baum seufzte und schwelgte in Erinnerungen: „Ach ja, es war eine herrliche Zeit. Schmetterlinge tanzten durch die Luft und die Sonne strahlte den ganzen Tag auf meine Blätter. Die Feen sorgten für das Gute im Land und hielten das Böse fern.“

Erneut seufzte der Baum, doch dieses Mal sah er bedrückt dabei aus: „Hm, doch es sollte nicht so bleiben. Eines Tages nistete sich die Dunkelheit in den Tiefen des Waldes ein. Diese Finsternis war böse und mächtig. Mächtiger als alles, was die Feen bisher kannten. Und so riefen sie alle magischen Wesen auf, sich mit ihnen gegen die dunklen Kräfte zu vereinen. Auch wir Bäume sollten helfen. Doch wir hielten uns heraus. Die Feen kämpften tapfer, dass muss ich ihnen zugestehen. Aber selbst die mächtigsten magischen Wesen – die Einhörner, vermochten es nicht, die Dunkelheit aufzuhalten. So unausweichlich wie Dunkelbeerensaft ein weißes Leinentuch durchtränkt, so verbreiteten sich die dunklen Mächte und verschlangen Stück für Stück das Licht“ ... weiter lesen

Die Bremer Stadtmusikanten (Original)

Original von 1850

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5

Esel, Hund, Katze und Hahn vor einem Fenster - Die Bremer Stadtmusikanten - Grimm Märchen von 1850

Es hatte ein Mann einen Esel, der ihm schon lange Jahre treu gedient hatte, dessen Kräfte aber nun zu Ende giengen, so daß er zur Arbeit immer untauglicher ward. Da wollte ihn der Herr aus dem Futter schaffen, aber der Esel merkte daß kein guter Wind wehte, lief fort und machte sich auf den Weg nach Bremen: 'dort,' dachte er, 'kannst du ja Stadtmusikant werden.' Als er ein Weilchen fortgegangen war, fand er einen Jagdhund auf dem Wege liegen, der jappte wie einer, der sich müde gelaufen hat.' 'Nun, was jappst du so, Packan?' fragte der Esel. 'Ach,' sagte der Hund, 'weil ich alt bin und jeden Tag schwächer werde, auch auf der Jagd nicht mehr fort kann, hat mich mein Herr wollen todt schlagen, da hab ich Reißaus genommen; aber womit soll ich nun mein Brot verdienen?' 'Weißt du was,' sprach der Esel, 'ich gehe nach Bremen, dort Stadtmusikant zu werden, geh mit und laß dich auch bei der Musik annehmen. Ich spiele die Laute, und du schlägst die Pauken.' Der Hund wars zufrieden, und sie giengen weiter. Es dauerte nicht lange, so saß da eine Katze an dem Weg und machte ein Gesicht wie drei Tage Regenwetter. 'Nun, was ist dir in die Quere gekommen, alter Bartputzer?' sprach der Esel. 'Wer kann da lustig sein, wenns einem an den Kragen geht,' antwortete die Katze, 'weil ich nun zu Jahren komme, meine Zähne stumpf werden, und ich lieber hinter dem Ofen sitze und spinne, als nach den Mäusen herum jage, hat mich meine Frau ersäufen wollen ... weiter lesen

Aschenputtel (in zeitgemäßer Sprache)

Original von 1850

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5

Aschenputtel in rotem Kleid und mit goldenen Schuhen - Grimm Märchen von 1850

Die Frau eines reichen Mannes wurde sehr krank. Als das Ende nah war, rief sie ihre einzige Tochter zu sich ans Bett und sprach: „Liebes Kind, bleib fromm und gut. So wird dir der liebe Gott immer beistehen. Und ich will vom Himmel auf dich herab blicken und immer um dich sein.“ Dann schloss sie die Augen und starb.

Als der Winter kam, deckte der Schnee ein weißes Tüchlein auf das Grab. Und als die Sonne im Frühjahr es wieder herabgezogen hatte, nahm sich der Mann eine andere Frau.

Die neue Frau hatte zwei Töchter mit ins Haus gebracht. Beide äußerlich schön und weiß. Aber garstig und schwarz von Herzen. So begann eine schlimme Zeit für das arme Stiefkind. „Soll die dumme Gans etwas bei uns in der Stube sitzen?“ fragten sie und keiften: „Wer Brot essen will, der muss es sich verdienen: hinaus mit der Küchenmagd.“ Sie nahmen ihr die schönen Kleider weg, zogen ihr einen grauen alten Kittel an und gaben ihr hölzerne Schuhe ... weiter lesen

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