ab 6 Jahren

Gute Nacht Geschichten ab 6 Jahren

Zauberella und das verbotene Haus (Serie)

Episode 6 - Der Anfang

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4.09091

Zauberella und das verbotene Haus - Episode 6 - Der Anfang - Autor: Jens Pätz - Cover Bild - schlummerienchen.de

Der braune Riese blickte die kleine Fee an und sprach: „Vielleicht kann ich dir helfen, indem ich dir eine Geschichte erzähle. Und vielleicht wird uns dadurch offenbart, wer du eigentlich bist.“ Dann schaute der Baum wieder tief in den Wald und begann zu erzählen: „Es passierte alles zu einer längst vergessenen Zeit. Den Dunkelwald gab es noch nicht. Er war Teil des Feenwaldes. Genau, wie auch der Vergiss-mal-nicht-Wald zum Feenwald gehörte.“

Der Baum seufzte und schwelgte in Erinnerungen: „Ach ja, es war eine herrliche Zeit. Schmetterlinge tanzten durch die Luft und die Sonne strahlte den ganzen Tag auf meine Blätter. Die Feen sorgten für das Gute im Land und hielten das Böse fern.“

Erneut seufzte der Baum, doch dieses Mal sah er bedrückt dabei aus: „Hm, doch es sollte nicht so bleiben. Eines Tages nistete sich die Dunkelheit in den Tiefen des Waldes ein. Diese Finsternis war böse und mächtig. Mächtiger als alles, was die Feen bisher kannten. Und so riefen sie alle magischen Wesen auf, sich mit ihnen gegen die dunklen Kräfte zu vereinen. Auch wir Bäume sollten helfen. Doch wir hielten uns heraus. Die Feen kämpften tapfer, dass muss ich ihnen zugestehen. Aber selbst die mächtigsten magischen Wesen – die Einhörner, vermochten es nicht, die Dunkelheit aufzuhalten. So unausweichlich wie Dunkelbeerensaft ein weißes Leinentuch durchtränkt, so verbreiteten sich die dunklen Mächte und verschlangen Stück für Stück das Licht“ ... weiter lesen

Die Bremer Stadtmusikanten (Original)

Original von 1850

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Esel, Hund, Katze und Hahn vor einem Fenster - Die Bremer Stadtmusikanten - Grimm Märchen von 1850

Es hatte ein Mann einen Esel, der ihm schon lange Jahre treu gedient hatte, dessen Kräfte aber nun zu Ende giengen, so daß er zur Arbeit immer untauglicher ward. Da wollte ihn der Herr aus dem Futter schaffen, aber der Esel merkte daß kein guter Wind wehte, lief fort und machte sich auf den Weg nach Bremen: 'dort,' dachte er, 'kannst du ja Stadtmusikant werden.' Als er ein Weilchen fortgegangen war, fand er einen Jagdhund auf dem Wege liegen, der jappte wie einer, der sich müde gelaufen hat.' 'Nun, was jappst du so, Packan?' fragte der Esel. 'Ach,' sagte der Hund, 'weil ich alt bin und jeden Tag schwächer werde, auch auf der Jagd nicht mehr fort kann, hat mich mein Herr wollen todt schlagen, da hab ich Reißaus genommen; aber womit soll ich nun mein Brot verdienen?' 'Weißt du was,' sprach der Esel, 'ich gehe nach Bremen, dort Stadtmusikant zu werden, geh mit und laß dich auch bei der Musik annehmen. Ich spiele die Laute, und du schlägst die Pauken.' Der Hund wars zufrieden, und sie giengen weiter. Es dauerte nicht lange, so saß da eine Katze an dem Weg und machte ein Gesicht wie drei Tage Regenwetter. 'Nun, was ist dir in die Quere gekommen, alter Bartputzer?' sprach der Esel. 'Wer kann da lustig sein, wenns einem an den Kragen geht,' antwortete die Katze, 'weil ich nun zu Jahren komme, meine Zähne stumpf werden, und ich lieber hinter dem Ofen sitze und spinne, als nach den Mäusen herum jage, hat mich meine Frau ersäufen wollen ... weiter lesen

Aschenputtel (in zeitgemäßer Sprache)

Original von 1850

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Aschenputtel in rotem Kleid und mit goldenen Schuhen - Grimm Märchen von 1850

Die Frau eines reichen Mannes wurde sehr krank. Als das Ende nah war, rief sie ihre einzige Tochter zu sich ans Bett und sprach: „Liebes Kind, bleib fromm und gut. So wird dir der liebe Gott immer beistehen. Und ich will vom Himmel auf dich herab blicken und immer um dich sein.“ Dann schloss sie die Augen und starb.

Als der Winter kam, deckte der Schnee ein weißes Tüchlein auf das Grab. Und als die Sonne im Frühjahr es wieder herabgezogen hatte, nahm sich der Mann eine andere Frau.

Die neue Frau hatte zwei Töchter mit ins Haus gebracht. Beide äußerlich schön und weiß. Aber garstig und schwarz von Herzen. So begann eine schlimme Zeit für das arme Stiefkind. „Soll die dumme Gans etwas bei uns in der Stube sitzen?“ fragten sie und keiften: „Wer Brot essen will, der muss es sich verdienen: hinaus mit der Küchenmagd.“ Sie nahmen ihr die schönen Kleider weg, zogen ihr einen grauen alten Kittel an und gaben ihr hölzerne Schuhe ... weiter lesen

Aschenputtel (Original)

Original von 1850

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Aschenputtel in rotem Kleid und mit goldenen Schuhen - Grimm Märchen von 1850

Einem reichen Manne dem wurde seine Frau krank, und als sie fühlte daß ihr Ende heran kam, rief sie ihr einziges Töchterlein zu sich ans Bett und sprach 'liebes Kind, bleib fromm und gut, so wird dir der liebe Gott immer beistehen, und ich will vom Himmel auf dich herab blicken, und will um dich sein.' Darauf that sie die Augen zu und verschied. Das Mädchen gieng jeden Tag hinaus zu dem Grabe der Mutter und weinte, und blieb fromm und gut. Als der Winter kam, deckte der Schnee ein weißes Tüchlein auf das Grab, und als die Sonne im Frühjahr es wieder herabgezogen hatte, nahm sich der Mann eine andere Frau.

Die Frau hatte zwei Töchter mit ins Haus gebracht, die schön und weiß von Angesicht waren, aber garstig und schwarz von Herzen. Da gieng eine schlimme Zeit für das arme Stiefkind an. 'Soll die dumme Gans bei uns in der Stube sitzen!' sprachen sie, 'wer Brot essen will, muß es verdienen: hinaus mit der Küchenmagd.' Sie nahmen ihm seine schönen Kleider weg, zogen ihm einen grauen alten Kittel an, und gaben ihm hölzerne Schuhe. 'Seht einmal die stolze Prinzessin, wie sie geputzt ist!' riefen sie, lachten und führten es in die Küche. Da mußte es von Morgen bis Abend schwere Arbeit thun, früh vor Tag aufstehn, Wasser tragen, Feuer anmachen, kochen und waschen. Obendrein thaten ihm die Schwestern alles ersinnliche Herzeleid an ... weiter lesen

Rotkäppchen (Original)

Original von 1850

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3

Rotkäppchen und der böse Wolf als Großmutter verkleidet - Grimm Märchen von 1850

Es war einmal eine kleine süße Dirne, die hatte jedermann lieb, der sie nur ansah, am allerliebsten aber ihre Großmutter, die wußte gar nicht was sie alles dem Kinde geben sollte. Einmal schenkte sie ihm ein Käppchen von rothem Sammet, und weil ihm das so wohl stand, und es nichts anders mehr tragen wollte, hieß es nur das Rothkäppchen. Eines Tages sprach seine Mutter zu ihm 'komm, Rothkäppchen, da hast du ein Stück Kuchen und eine Flasche Wein, bring das der Großmutter hinaus; sie ist krank und schwach und wird sich daran laben. Mach dich auf bevor es heiß wird, und wenn du hinaus kommst, so geh hübsch sittsam und lauf nicht vom Weg ab, sonst fällst du und zerbrichst das Glas und die Großmutter hat nichts. Und wenn du in ihre Stube kommst, so vergiß nicht guten Morgen zu sagen und guck nicht erst in alle Ecken herum.' Ich will schon alles gut machen' sagte Rothkäppchen zur Mutter, und gab ihr die Hand darauf. Die Großmutter aber wohnte draußen im Wald, eine halbe Stunde vom Dorf. Wie nun Rothkäppchen in den Wald kam, begegnete ihm der Wolf. Rothkäppchen aber wußte nicht was das für ein böses Thier war und fürchtete sich nicht vor ihm. 'Guten Tag, Rothkäppchen,' sprach er. 'Schönen Dank, Wolf.' 'Wo hinaus so früh, Rothkäppchen?' 'Zur Großmutter.' 'Was trägst du unter der Schürze?' 'Kuchen und Wein: gestern haben wir gebacken, da soll sich die kranke und schwache Großmutter etwas zu gut thun ... weiter lesen

Der Wolf und die sieben jungen Geißlein (Original)

Original von 1850

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Kleines Zicklein aus dem Märchen - Der Wolf und die sieben jungen Geislein - Grimm Märchen von 1850

Es war einmal eine alte Geis, die hatte sieben junge Geislein, und hatte sie lieb, wie eine Mutter ihre Kinder lieb hat. Eines Tages wollte sie in den Wald und Futter holen, da rief sie alle sieben herbei und sprach 'liebe Kinder, ich will hinaus in den Wald, seid auf eurer Hut vor dem Wolf, wenn er herein kommt, so frißt er Euch alle mit Haut und Haar. Er verstellt sich oft, aber an seiner rauhen Stimme und an seinen schwarzen Füßen werdet ihr ihn erkennen.' Die Geislein sagten, 'liebe Mutter, wir wollen uns schon in Acht nehmen, Ihr könnt ohne Sorge fortgehen.' Da meckerte die Alte und machte sich getrost auf den Weg.
Es dauerte nicht lange, so klopfte jemand an die Hausthür und rief 'macht auf, ihr lieben Kinder, eure Mutter ist da und hat jedem von Euch etwas mitgebracht.' Aber die Geiserchen hörten an der rauhen Stimme daß es der Wolf war, 'wir machen nicht auf,' riefen sie, 'du bist unsere Mutter nicht, die hat eine feine und liebliche Stimme, aber deine Stimme ist rauh; du bist der Wolf.' Da gieng der Wolf fort zu einem Krämer, und kaufte sich ein großes Stück Kreide: die aß er und machte damit seine Stimme fein. Dann kam er zurück, klopfte an die Hausthür und rief 'macht auf, ihr lieben Kinder, eure Mutter ist da und hat jedem von Euch etwas mitgebarcht.' Aber der Wolf hatte seine schwarze Pfote in das Fenster gelegt, das sahen die Kinder ... weiter lesen

Zauberella und das verbotene Haus (Serie)

Episode 5 - Belehrende Worte

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3.833335

Zauberella und das verbotene Haus - Episode 5 - Belehrende Worte - Autor: Jens Pätz - Cover Bild - schlummerienchen.de

Zauberella saß immer noch entgeistert und entkräftet auf dem Waldboden. Während sie weiterhin auf ihre Hände starrte, stockte ihr plötzlich der Atem! Erst jetzt wurde ihr langsam klar, dass sie einen Feuerzauber gesprochen hatte! Wie konnte das sein? Sie hatte noch nie einen Feuerzauber gelernt. Das durfte sie gar nicht. Nur den Schülern der Emporie war es erlaubt Feuermagie zu erlernen.

Die kleine Fee wurde panisch und es wurde ihr mit einem Male ganz heiß. Das Blut stieg ihr in den Kopf und es kribbelte, fast schon wie kleine Nadelstiche. Als ob man sie mit den Fingern in der Keksdose erwischt hätte und darauf die Höchststrafe stünde. Und es wurde noch unheimlicher. Mit dem donnernden Phönix hatte Zauberella gleich noch gegen zwei weitere magische Gesetze verstoßen. Der donnernde Phönix war ein Kampfzauber und eine Beschwörung der Klasse fünf des Okkulteriums. Solche Zauber waren nicht nur strengstens verboten, sie waren auch ausschließlich den Ältesten vorbehalten. Sie hätte diese Beschwörung niemals sprechen dürfen! Aber davon abgesehen hätte diese Beschwörung auch niemals klappen dürfen! Nicht einmal ein Schüler der höheren Magieschule hätte sich eines solchen Zaubers auch nur ansatzweise bemächtigen können ... weiter lesen

Zauberella und das verbotene Haus (Serie)

Episode 4 - Zeit für Magie

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4.555555

Zauberella und das verbotene Haus - Episode 4 - Zeit für Magie - Autor: Jens Pätz - Cover Bild

Bei der Turbulenten Flucht, vor der Steinblume, mussten Zauberella und Quietscher Dodo vorerst zurücklassen. Doch eins sollte sicher sein: Zauberella würde alles daransetzen, den kleinen, tapferen Pilz, zu retten.

Als sie und Quietscher weit genug geflogen waren, landete Zauberella auf einer kleinen Lichtung. Unter einem großen Baum ließ sich die kleine Fee auf den Waldboden fallen und schnappte nach Luft. Sie konnte immer noch nicht fassen, was gerade passiert war. Ist im Dunkelwald wirklich alles böse? Sogar schimmernde Blumen?

Während Zauberella immer noch bestürzt und sprachlos auf der Lichtung lag, schaute sie in einen strahlend blauen Himmel. Viel zu gern ließ sie ihre Gedanken, nach diesem furchtbaren Erlebnis, abschweifen. Der Himmel war wunderschön. Aber es war auch sehr merkwürdig. Hier ist es heller, als zuvor im Wald, dachte sie und drehte ihren Kopf zur Seite ... weiter lesen

Schneewittchen und die 7 Zwerge

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Schneewittchen und die 7 Zwerge Cover - Grimm Märchen - Neufassung Autor: Jens Pätz - schlummerienchen.de

Es war einmal mitten im Winter. Die Schneeflocken fielen wie Federn vom Himmel herab. Da saß eine Königin an einem Fenster, das einen Rahmen von schwarzem Ebenholz hatte, und nähte. Und wie sie so nähte und in den Schnee hinausblickte, stach sie sich mit der Nadel in den Finger. Es fielen drei Tropfen Blut in den Schnee. Und weil das Rote im weißen Schnee so schön aussah, dachte sie bei sich: „Hätt ich doch nur ein Kind so weiß wie Schnee, so rot wie Blut, und so schwarz wie Ebenholz.“ Bald darauf bekam sie ein Töchterlein. Das war so weiß wie Schnee, so rot wie Blut, und so schwarzhaarig wie Ebenholz. Und so sollte es Schneewittchen (Schneeweißchen) heißen. Als das Kind geboren war, starb die Königin und nach einem Jahr nahm sich der König eine andere Gemahlin. Es war eine sehr schöne Frau. Aber sie war stolz und übermütig. Und so konnte sie es nicht ertragen, wenn ihre Schönheit von jemand Anderem übertroffen werden sollte. Und so hatte sie einen wunderbaren Spiegel, in dem sie sich gerne beschaute. Und wenn sie sprach: … weiter lesen

Zauberella und das verbotene Haus (Serie)

Episode 3 - Licht im Dunkelwald

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4.36111

Zauberella und das verbotene Haus - Episode 3 - Licht im Dunkelwald - Autor: Jens Pätz - Cover Bild

Nachdem Dodo sich entschlossen hatte, Zauberella zu begleiten, war die kleine Fee nun mit dem kleinen Pilz und seinem Freund Quietscher auf dem Weg durch den Dunkelwald. Zauberella merkte schnell, dass Dodo nicht übertrieben hatte. Der Dunkelwald war wirklich dunkel und sehr unheimlich. Die drei Gefährten schlichen vorsichtig durch die Unterhölzer des Waldes. Alles in diesem Wald war anders. Zauberella erkannte nichts wieder. Sogar die Bäume sahen anders aus – irgendwie bedrohlicher - als sonst. Ohne Dodo und Quietscher hätte sie sich auf jeden Fall verlaufen, dachte sie, als ihr plötzlich ein Lächeln über das Gesicht huschte.

Dodo bemerkte das Lächeln und fragte nach: „Was ist? Warum lächelst du?“ „Ach nichts!“ Antwortete die kleine Fee. „Ich dachte nur gerade, dass ich mich ohne euch bestimmt verlaufen hätte.“ Dodo verstand nicht ganz. „Und das bringt dich zum lächeln?“ fragte er etwas verwirrt. „Naja.“ sagte Zauberella „Ich habe mich dann gefragt, wie man sich eigentlich verlaufen kann, wenn man doch gar nicht weiß, wo man hinläuft? ... weiter lesen

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