Der Kinder fressende Gruselbaum

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Lukas ist mit seiner Familie in ein neues Zuhause gezogen. Bis vor Kurzem wohnten sie noch in der Stadt. Doch ab jetzt wohnt Lukas mit seiner Familie in einem großen Haus in einem Vorort.

Lukas findet die Bezeichnung „Vorort“ falsch. Immerhin mussten sie durch drei „Vororte“ fahren, bis sie ihr neues Zuhause erreicht hatten – das ist ewig weit weg von der Stadt. Aber hier hat Lukas wenigstens ein eigenes Zimmer und muss sich nicht weiterhin ein Zimmer mit seinem doofen großen Bruder teilen.

Sein Bruder ist fast 4 Jahre älter und heißt Kilan. Er hat hier schon ein paar Freunde, weil die auch vor Kurzem umgezogen sind. Lukas selbst kennt niemanden hier. Er sitzt in seinem neuen großen Zimmer auf dem Bett und atmet schwermütig aus. Da stürmt Kilan rein. „Hey, Schlafmütze, weißt du, was ich gerade erfahren habe? Unser Schulweg führt durch einen Wald.“ Lukas schaut seinen Bruder gleichgültig an. „Und?“, sagt er, „Was ist da so toll dran?“ Kilan grinst: „Direkt am Waldweg steht ein alter Baum. Meine Freunde haben mir erzählt, dass dort schon viele Kinder verschwunden sind.“ Die Freunde von denen Kilan spricht, sind Chris und Arnold. Beide noch blöder als Kilan, denkt Lukas. „Ach, Chris und Arnold erzählen doch wieder nur Quatsch.“, sagt er schnippisch.

Kilan wirft die Arme in die Luft: „Ja, natürlich“, sagt er schadenfroh, „Da kommt er ja wieder durch, der kleine Angsthase. Alles was dir Angst macht, kann einfach nicht wahr sein.“ Dann lehnt er sich lässig gegen die Tür. „Aber ich sage dir: es ist wahr! Der Baum ist ganz dick und von einer Seite kann man reingehen, weil er innen hohl ist. Und wenn man das macht, verschwindet man. Es ist, als würde der Baum dich fressen.“ Im selben Moment, wie Kilan das sagt, zieht er eine Grimasse: „Roaaarrrr!“ Lukas zuckt zusammen und Kilan lacht sich schlapp. „Wusste ich’s doch! – Angsthase“, sagt er beim hinausgehen und lässt die Tür zufallen.

Ich bin kein Angsthase, denkt Lukas. Oder doch? Ach egal! Was weiß mein doofer Bruder schon.

In den darauf folgenden Tagen kann sich Lukas selbst ein Bild von dem sagenhaften Baum machen. Er sieht tatsächlich etwas bedrohlich aus mit seinen knöchernen Ästen und dem dunklen Spalt nach innen. Wie es wohl darin aussieht, denkt Lukas. Aber er verwirft den Gedanken schnell wieder. Bin ich denn verrückt? Und wenn das Ding Nutella-Wände hätte, da kriegen mich keine Zehn Pferde rein!

Baum innen hohl mit Kinderbeinen die herausragen aus der Gruselgeschichte der Kinder fressende Gruselbaum  von Jens Pätz auf schlummerienchen.de

Ein paar Tage darauf befindet sich Lukas gerade auf dem Heimweg durch den Wald, als er ein kreischen aus Richtung des alten Baumes hört. Erschrocken rennt er den Hügel rauf. Als er auf der Anhöhe ankommt und zum Baum hinunterschauen kann, sieht er zwei Beine wackeln, die aus dem inneren des Baumes herausragen. „Stimmt es also doch?“, schießt es ihm durch den Kopf, „Wird da gerade ein Kind gefressen? Am helligten Tage?“ Er ist starr vor Angst. Und für einen kurzen Moment steht er da wie angewurzelt. Dann nimmt er aber all seinen Mut zusammen und prescht los. Mit einem heftigen Ruck zieht er an den zappelnden Beinen und ein lachendes Mädchen floppt aus dem Baum heraus.

Sie lacht, denkt Lukas. Was soll das? „Oh man“, lacht das Mädchen, „Du solltest mal dein Gesicht sehen.“ Dann klopft sie ihre Kleidung ab. „Aber mal ernsthaft, was hat da so lange gedauert? Du hast dir ganz schön Zeit gelassen“

Lukas ist verwirrt. Was sollte das? Hatte sie ihn dort starr vor Angst stehen sehen? Kann das sein? Hatte sie etwa gesehen, wie er gezögert hatte? Das wäre ihm wirklich peinlich, er findet nämlich, dass das Mädchen gut aussieht. „Was ist denn passiert? Wollte der Baum dich fressen?“, fragt er schnell um abzulenken. Jetzt bricht das Mädchen erst recht in lautes Gelächter aus. „Fressen? Quatsch, nein! Wohl eher nicht! Das sind doch nur Märchen. Außerdem soll das nur nachts passieren. Aber es erzählen alle davon und ich war neugierig, also wollte ich mal nachschauen“

Lukas ist erstaunt. Dieses Mädchen hat ihren Kopf in einen Baum gesteckt, von dem alle sagen, er würde Kinder fressen. Und das nur um mal nachzuschauen? Er starrte das Mädchen an. Sie ist wirklich schön, dachte er. Und wie mutig sie ist. Viel mutiger als ich.

Plötzlich fuchtelt eine Hand vor seinem Gesicht herum. „Ich bin Linsy“, lächelt das Mädchen mit ausgestrecktem Arm. „Freut mich, dich kennenzulernen“, sagt Lukas und schüttelt Linsy‘s Hand. „Ich bin Lukas.“ Gleich danach huscht ihm durch den Kopf, was er da gerade gesagt hatte. Freut mich dich kennenzulernen, denkt er. Was sage ich denn da. Wie blöd klingt das denn? Doch dann antwortet Linsy: „Oh, wie nett, freut mich auch dich kennenzulernen Lukas“ und sie strahlt. Sie hat wirklich ein schönes Lächeln, findet Lukas. „Und wie sieht’s aus?“, reißt Linsy’s Stimme Lukas plötzlich aus seinen Gedanken, „Kommen wir heute Nacht wieder her und schauen nach, was da dran ist mit dem Baum und den Kindern und so?“

Lukas kann kaum glauben was Linsy da von sich gibt. Wie meint sie das? Hat sie so gar keine Angst? Nachts in den Wald gehen und dann noch zum Gruselbaum? Am besten auch noch hineingehen oder wie soll das Aussehen, denkt Lukas. Im selben Moment spricht Linsy weiter: „ Was ist los? Kommst du mit oder nicht? Dann können wir nachts mal reingehen in den Baum. Dann wissen wir es ganz genau“ Lukas würde am liebsten einfach fortlaufen. Ja richtig. Er könnte sich jetzt umdrehen und ohne ein Wort zu sagen weggehen. Linsy würde ihn für einen komischen Kauz halten und morgen wäre alles vergessen. Doch aus irgendeinem Grund hört sein Kopf einfach nicht auf zu nicken und sein Mund sagt: „Ja klar, das wird bestimmt spannend. Da bin ich auf jeden Fall dabei.“ Nein, was sagst du denn da, geht es Lukas danach sofort durch den Kopf. Doch Linsy strahlt ihn schon wieder an – mit diesem zauberhaften Lächeln. „Gut“, sagt sie, „Dann treffen wir uns wenn es dunkel wird wieder hier. Oh ich bin ja so aufgeregt!“ Dann gibt sie Lukas einen flüchtigen Kuss auf die Wange und läuft davon.

Lukas hat kein Wort herausbekommen. Hat sie ihn tatsächlich gerade geküsst? Er steht immer noch da und hält sich die Wange. Dann fängt er an zu grinsen. Oh ja, sie hat mich geküsst, denkt er und hüpft einmal kurz in die Luft. Gleich danach schaut er sich verlegen um, ob das jemand gesehen hat. Keiner da, gut! Freudestrahlend geht er nach Hause.

Normalerweise wäre es schwierig sich nachts aus dem Haus zu schleichen, aber da heute Halloween ist, braucht Lukas eigentlich nur ein Kostüm. Dann muss ihn sein großer Bruder mitnehmen. Kilan wird zwar nicht begeistert sein, aber das Gute daran ist, dass er Lukas dann sowieso links liegen lässt. Dann kann er heimlich in den Wald schleichen und Linsy treffen. Der Plan ist perfekt, denkt Lukas und macht sich daran sich zu verkleiden.

Als Lukas fertig verkleidet die Treppe herunterkommt, lacht Kilan laut los. „Was ist das denn?“, prustet er. Aber Lukas weiß nicht was er hat. Er findet sein Kostüm gut. Okay, es sind eigentlich nur alte zerfranste Klamotten und jede Menge Puder und Schminke von Mama, aber es erfüllt seinen Zweck. „Was soll das schon sein? Ich bin es! Dein Bruder als Vampir verkleidet“, sagt Lukas überzeugt von seinem künstlerischen Können.

Kilan jedoch lacht immer noch. „Das ist doch kein Vampir! Du bist offensichtlich in einen Farbtopf gefallen; mehr aber auch nicht!“, spottet er. Und auch Lukas Eltern wissen nicht so recht, wie sie die Verkleidung bewerten sollen. Noch wichtiger aber ist ihnen die Frage warum Lukas sich verkleidet hat. „Wozu die Verkleidung?“, fragt Lukas Papa. „Wozu schon, ich gehe heute Süßigkeiten sammeln“, antwortet Lukas. Lukas Mama ist erstaunt. „Du gehst doch sonst nie mit raus“, sagt sie nachdenklich und Kilan mischt sich wieder ein. „Stimmt! Du Angsthase bleibst zu Halloween immer zu Hause.“ Dabei wird Kilan‘s Lachen immer leiser. So langsam dämmert ihm wohl, dass er seinen kleinen Bruder mitnehmen müsste, wenn er es wirklich ernst meint.

„Wir haben uns jetzt gar nicht darauf eingestellt rauszugehen.“, sagt Lukas Mama. „Ach, das macht nix“, antwortet Lukas, „Ich gehe einfach mit Kilan mit.“ Das passt Kilan, wie erwartet, überhaupt nicht. Doch jegliches protestieren hilft nichts. Er muss seinen kleinen Bruder mitnehmen. „Na warte, ich werde dich den ganzen Abend lang nur erschrecken!“, flüstert Kilan Lukas beim hinausgehen ins Ohr.

Lukas lässt das kalt. Er ist sich sicher, dass Kilan schnell das Interesse verlieren wird. Mehr noch – er wird seinen kleinen Bruder, als nerviges Anhängsel, schnell loswerden wollen. Und tatsächlich, auf halber Strecke nimmt Kilan Lukas zur Seite. „So, kleiner Hasenfuß“, sagt er, „Es wird Zeit, dass die großen Jungs jetzt mal was alleine machen. Du gehst einfach weiter von Haus zu Haus und ich sammle dich nachher wieder ein. Und wehe du erzählst Mama und Papa davon. Nur ein Sterbens Wörtchen und es knallt“ Drohend hält Kilan seine Faust in die Luft. Aber Lukas bleibt ruhig. „Kein Problem. So machen wir’s!“, antwortet er. Das überrascht sogar Kilan. Verdutzt schaut er seinen kleinen Bruder an. „Okay, ja, genau. Gut. Dann sind wir uns ja einig. Vielleicht bist du ja doch gar nicht so eine Nervensäge wie ich immer dachte.“, sagt er noch. Dann dreht er sich um und verschwindet mit Chris und Arnold.

Super, denkt Lukas. Endlich kann ich mein eigenes Ding machen. Es wird bereits dunkel, als er voller Vorfreude zum Wald läuft. Doch je dunkler es wird, desto mehr nimmt die Vorfreude ab und es wird ihm klar, was er da gerade vor hat. Lukas wird immer langsamer, bis er ganz stehen bleibt. „Was mache ich denn hier?“, fragt er sich und schaut auf den Wald. Der Wald ist dunkler als er gedacht hätte, denn dort gibt es keine Beleuchtung. Oh man, das ist doch vollkommen blöd! Vielleicht sollte ich doch besser wieder umdrehen, denkt Lukas. Im Umdrehen denkt er aber wiederum an Linsy. Mist, ich kann sie doch nicht da warten lassen. Wieder bleibt Lukas stehen. Dieses Mal kneift er die Augen zusammen. „Oh, na gut!“, stöhnt er genervt und dreht sich wieder in Richtung Wald. „Ok, bleib ganz ruhig! Es ist nur ein dummer Wald! Es gibt hier nichts wovor du Angst haben müsstest“, flüstert er, als ob sich dadurch irgendetwas ändern würde.

Gruselbaum im dunklen Wald bei Mondschein aus der Gruselgeschichte der Kinder fressende Gruselbaum  von Jens Pätz auf schlummerienchen.de

Auf der Anhöhe angekommen, kann er den Baum kaum erkennen. Im Wald ist es einfach zu dunkel. Das einzige Licht kommt vom Mond und das ist nicht sehr viel. Zudem ist auch noch Nebel aufgezogen, der sich jetzt wie ein Schleier über den Waldboden gelegt hat. „Linsy?“, ruft Lukas flüsternd, „Linsy! Bist du da?“ Dann knackt es hinter Lukas und er zuckt zusammen. Schnell fährt er herum, aber zu sehen ist nichts. Was war das? Könnte das Linsy sein, die ihm einen Streich spielt? Oder vielleicht war es nur ein Igel oder ein Hase oder sowas ähnliches. Egal, was es war. Lukas hat die Nase gestrichen voll. Er hat keine Lust herauszufinden was da gerade geknackt hat.

Es ist besser wenn ich umkehre, denkt er. Doch gerade als er zurück will knackt es aus dieser Richtung wieder. Lukas bleibt still stehen. Dann ein Rascheln. „Ok, das reicht!“, flüstert er und eilt den Abhang hinunter – ausgerechnet Richtung Gruselbaum. Im Laufen kann er ihn im fahlen Mondschein sehen. In der Nacht sieht der noch viel bedrohlicher aus, denkt Lukas. Die Ebenholz farbenen kahlen Äste von weißem Nebel umschlungen. Und dieser tief dunkle Spalt. – KNACK – schon wieder ein Knacken. In Lukas Kopf dreht sich alles. Nein, nein, nein, was mach ich hier? Warum bin ich nicht zu Hause geblieben? Wo ist Linsy? Hatte sie ihn etwa reingelegt? Toll, denkt Lukas, nach den Ferien lacht sie sich bestimmt schlapp. Falls ich bis dahin noch da bin und der Gruselbaum mich nicht verschlungen hat. A pro pro Gruselbaum, ich rase ja direkt auf ihn zu.

Der Abhang hat Lukas so viel Schwung gegeben, dass er Probleme hat anzuhalten. Knapp vor dem Spalt im Baum kommt Lukas endlich zum Stehen. – KNACK – RASCHEL – schon wieder Geräusche. Hektisch schaut er sich um. Plötzlich hält ihm jemand von hinten den Mund zu. Dann geht alles sehr schnell. Ruckartig wird Lukas in den Baum gezogen. Er versucht zu schreien, aber es geht nicht. Alles ist düster. Hier drin kann er wirklich gar nichts mehr sehen. Das war’s, denkt er. Jetzt werde ich gefressen.

Da hört er eine Stimme. „Pst!“, hört er Linsy sagen, „Ich bin’s nur“ Lukas ist erleichtert Linsy’s Stimme zu hören. Trotzdem will er schreien, schimpfen, protestieren, aber Linsy hält ihm immer noch den Mund zu. „Wir müssen uns verstecken! Wer weiß, wer das ist, da draußen!“, beruhigt sie Lukas. Zumindest versucht sie es. Aber in Lukas Kopf tobt ein ganz anderer Film. Oh Mist, wir sind im Baum, denkt er. Wir kommen nie wieder hier raus. Warum hast du das getan Linsy? Morgen wird in den Zeitungen von uns berichtet. Wieder zwei dumme Kinder weg. Ja, genau so wird das da stehen.

Doch Linsy unterbricht Lukas Gedanken. „Wir sind jetzt im Baum drin und nichts ist passiert, siehst du?“, flüstert sie. Lukas stockt. Ja, denkt er. Was nicht ist kann ja noch werden. Aber eigentlich hat sie recht. Gefressen wurden wir auf jeden Fall noch nicht.

Da ertönt plötzlich eine Stimme im Wald. „Da vorne ist er. Ich kann ihn sehen“, ruft die Stimme, „Ich gehe mal näher ran“

Ist das etwa die Stimme von meinem Bruder, denkt Lukas. Na klar. Das ist Kilan.

Dann hört man weitere Stimmen: „Ja, los, geh mal rein da!“, ruft die eine. „Ach quatsch, das traut der sich nicht!“, ruft die andere.

Linsy kann spüren, dass etwas nicht stimmt. „Was ist los Lukas?“, fragt sie leise. „Das ist mein blöder Bruder und seine noch blöderen Freunde. Wenn der mich hier findet, ist es aus. Dann hat mein Hintern Frühling“, flüstert Lukas. Linsy muss prusten: „Was bitte? Frühling?“, kichert sie leise. „Ja!“, zischt Lukas, „Dann gibt’s Saures! Der ist viel Stärker als ich!“ Nach seinem letzten Satz muss auch er grinsen. Wie oft Lukas heute schon – Süßes oder Saures – gerufen hat. Und jetzt hockt er in einem Gruselbaum und sagt – dann gibt’s Saures. Er spürt, dass Linsy dasselbe denkt und hört wie sie verzweifelt versucht leise Luft zu schnappen, weil irgendwie alles so komisch ist.

Da holt Kilan‘s Stimme Lukas in den Ernst der Lage zurück. Sein großer Bruder scheint schon ganz nah zu sein. Linsy und Lukas rücken näher zusammen. Sie halten sich jetzt an den Händen fest. Vor dem Baum hören sie es rascheln. Dann plötzlich ein lautes Rufen und beide zucken zusammen. „Ach, dass ist doch blöd!“, ruft Lukas Bruder laut, „Was soll ich denn in diesem blöden Baum?“ Chris und Arnold fangen sofort an zu spotten. „Hat dich der Mut verlassen?“, hört man einen rufen. Und dann wieder Kilan’s Stimme, die jetzt wieder etwas weiter weg ist. „So ein Blödsinn! Du kannst ja reinkrabbeln wenn du willst, du Lauch!“

Linsy und Lukas bleiben ganz still sitzen, bis die drei auch sicher fort sind. Ihre Augen konnten sich inzwischen an die Dunkelheit gewöhnen. Linsy schaut Lukas an. Ob sie ihn jetzt nochmal küssen wird, denkt Lukas. Dann flüstert sie: „Das war dein großer Bruder?“ Lukas nickt: „Ja, leider! Er ist fast vier Jahre älter, aber nur gemein“ Da fängt Linsy langsam an zu schmunzeln: „Vier Jahre? Und auch noch viel Stärker als du?“, fragt sie. Lukas versteht nicht ganz und nickt wieder. Jetzt muss sich Linsy ihr Lachen schon fast verkneifen. „Na, dafür ist dein Bruder aber ein ganz schöner Angsthase.“, kichert sie und Lukas kichert mit. Er ist froh, dass er Linsy getroffen hat. Und eins ist sicher – dieses Halloween wird er nie vergessen.

Autor: Jens Pätz

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