max 20 min.

Gute Nacht Geschichten max. 20 Minuten

Tolle Gute Nacht- und Kindergeschichten mit einer Lesedauer von maximal 20 Minuten. Viel Spaß wünscht euch euer Schlummerienchen®

Aschenputtel (in zeitgemäßer Sprache)

Original von 1850

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Aschenputtel in rotem Kleid und mit goldenen Schuhen - Grimm Märchen von 1850

Die Frau eines reichen Mannes wurde sehr krank. Als das Ende nah war, rief sie ihre einzige Tochter zu sich ans Bett und sprach: „Liebes Kind, bleib fromm und gut. So wird dir der liebe Gott immer beistehen. Und ich will vom Himmel auf dich herab blicken und immer um dich sein.“ Dann schloss sie die Augen und starb.

Als der Winter kam, deckte der Schnee ein weißes Tüchlein auf das Grab. Und als die Sonne im Frühjahr es wieder herabgezogen hatte, nahm sich der Mann eine andere Frau.

Die neue Frau hatte zwei Töchter mit ins Haus gebracht. Beide äußerlich schön und weiß. Aber garstig und schwarz von Herzen. So begann eine schlimme Zeit für das arme Stiefkind. „Soll die dumme Gans etwas bei uns in der Stube sitzen?“ fragten sie und keiften: „Wer Brot essen will, der muss es sich verdienen: hinaus mit der Küchenmagd.“ Sie nahmen ihr die schönen Kleider weg, zogen ihr einen grauen alten Kittel an und gaben ihr hölzerne Schuhe ... weiter lesen

Aschenputtel (Original)

Original von 1850

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Aschenputtel in rotem Kleid und mit goldenen Schuhen - Grimm Märchen von 1850

Einem reichen Manne dem wurde seine Frau krank, und als sie fühlte daß ihr Ende heran kam, rief sie ihr einziges Töchterlein zu sich ans Bett und sprach 'liebes Kind, bleib fromm und gut, so wird dir der liebe Gott immer beistehen, und ich will vom Himmel auf dich herab blicken, und will um dich sein.' Darauf that sie die Augen zu und verschied. Das Mädchen gieng jeden Tag hinaus zu dem Grabe der Mutter und weinte, und blieb fromm und gut. Als der Winter kam, deckte der Schnee ein weißes Tüchlein auf das Grab, und als die Sonne im Frühjahr es wieder herabgezogen hatte, nahm sich der Mann eine andere Frau.

Die Frau hatte zwei Töchter mit ins Haus gebracht, die schön und weiß von Angesicht waren, aber garstig und schwarz von Herzen. Da gieng eine schlimme Zeit für das arme Stiefkind an. 'Soll die dumme Gans bei uns in der Stube sitzen!' sprachen sie, 'wer Brot essen will, muß es verdienen: hinaus mit der Küchenmagd.' Sie nahmen ihm seine schönen Kleider weg, zogen ihm einen grauen alten Kittel an, und gaben ihm hölzerne Schuhe. 'Seht einmal die stolze Prinzessin, wie sie geputzt ist!' riefen sie, lachten und führten es in die Küche. Da mußte es von Morgen bis Abend schwere Arbeit thun, früh vor Tag aufstehn, Wasser tragen, Feuer anmachen, kochen und waschen. Obendrein thaten ihm die Schwestern alles ersinnliche Herzeleid an ... weiter lesen

Zauberella und das verbotene Haus (Serie)

Episode 5 - Belehrende Worte

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3.833335

Zauberella und das verbotene Haus - Episode 5 - Belehrende Worte - Autor: Jens Pätz - Cover Bild - schlummerienchen.de

Zauberella saß immer noch entgeistert und entkräftet auf dem Waldboden. Während sie weiterhin auf ihre Hände starrte, stockte ihr plötzlich der Atem! Erst jetzt wurde ihr langsam klar, dass sie einen Feuerzauber gesprochen hatte! Wie konnte das sein? Sie hatte noch nie einen Feuerzauber gelernt. Das durfte sie gar nicht. Nur den Schülern der Emporie war es erlaubt Feuermagie zu erlernen.

Die kleine Fee wurde panisch und es wurde ihr mit einem Male ganz heiß. Das Blut stieg ihr in den Kopf und es kribbelte, fast schon wie kleine Nadelstiche. Als ob man sie mit den Fingern in der Keksdose erwischt hätte und darauf die Höchststrafe stünde. Und es wurde noch unheimlicher. Mit dem donnernden Phönix hatte Zauberella gleich noch gegen zwei weitere magische Gesetze verstoßen. Der donnernde Phönix war ein Kampfzauber und eine Beschwörung der Klasse fünf des Okkulteriums. Solche Zauber waren nicht nur strengstens verboten, sie waren auch ausschließlich den Ältesten vorbehalten. Sie hätte diese Beschwörung niemals sprechen dürfen! Aber davon abgesehen hätte diese Beschwörung auch niemals klappen dürfen! Nicht einmal ein Schüler der höheren Magieschule hätte sich eines solchen Zaubers auch nur ansatzweise bemächtigen können ... weiter lesen

Schneewittchen und die 7 Zwerge

Neue Version

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4.4

Schneewittchen und die 7 Zwerge Cover - Grimm Märchen - Neufassung Autor: Jens Pätz - schlummerienchen.de

Es war einmal mitten im Winter. Die Schneeflocken fielen wie Federn vom Himmel herab. Da saß eine Königin an einem Fenster, das einen Rahmen von schwarzem Ebenholz hatte, und nähte. Und wie sie so nähte und in den Schnee hinausblickte, stach sie sich mit der Nadel in den Finger. Es fielen drei Tropfen Blut in den Schnee. Und weil das Rote im weißen Schnee so schön aussah, dachte sie bei sich: „Hätt ich doch nur ein Kind so weiß wie Schnee, so rot wie Blut, und so schwarz wie Ebenholz.“ Bald darauf bekam sie ein Töchterlein. Das war so weiß wie Schnee, so rot wie Blut, und so schwarzhaarig wie Ebenholz. Und so sollte es Schneewittchen (Schneeweißchen) heißen. Als das Kind geboren war, starb die Königin und nach einem Jahr nahm sich der König eine andere Gemahlin. Es war eine sehr schöne Frau. Aber sie war stolz und übermütig. Und so konnte sie es nicht ertragen, wenn ihre Schönheit von jemand Anderem übertroffen werden sollte. Und so hatte sie einen wunderbaren Spiegel, in dem sie sich gerne beschaute. Und wenn sie sprach: … weiter lesen

Das Weihnachtliche Kuddel Muddel

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4.363635

Weihnachtsgeschichte - Das Weihnachtliche Kuddel Muddel - Autor: Jens Pätz - Cover Bild mit Weihnachtsmann, Weihnachtsbaum und Rentier

Oh, wie schön, es Weihnachtet wieder. Die ganze Stadt duftet nach Gebäck und alle Häuser, Geschäfte und Schulen sind weihnachtlich geschmückt. Alle Menschen sind in Weihnachtsstimmung und jeder ist ein bisschen netter als sonst. Jeder, außer Emilias Kunstlehrer. Der kann Weihnachten nämlich nicht ausstehen. Warum, das weiß niemand so genau. Aber, was für einen Vampir der Knoblauch ist, ist für Herrn Kuddel die Weihnachtsstimmung. Und momentan sind alle in Weihnachtsstimmung - was Herrn Kuddel mehr als nur nervt.

Zu seinem Leidwesen ist auch noch seit kurzem eine neue Vertretungslehrerin an der Schule – Frau Engelbert. Die schmückt gerade mit liebevoller Hingabe und jeder Menge Tannenzweige die Klassenzimmer. Als Frau Engelbert nun auch noch den Kunstraum betritt, läuft Herr Kuddel nicht nur rot, sondern schon dunkelrot an. Man könnte meinen, er hilft beim Schmücken, indem er sich in den Weihnachtsmann verwandelt. Aber weit gefehlt! Herr Kuddel ist kurz vorm Explodieren. Als sich Frau Engelbert mit den Tannenzweigen nähert, fuchtelt Herr Kuddel aufgeregt … weiter lesen

Mein erster Schultag

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4.133335

Mädchen mit Schulranzen und Junge Cartoon - Kindergeschichte Mein erster Schultag - Cover - Autor: Jens Pätz - schlummerienchen.de

Heute ist mein erster Schultag. Ich freue mich schon lange darauf und bin total aufgeregt. Endlich bin ich groß genug - um in die Schule zu gehen. Mein großer Bruder geht schon in die vierte Klasse. Er kann schon richtig lesen und schreiben.

Ich verrate euch jetzt ein Geheimnis. Ich kann das noch nicht. Ich habe aber oft so getan als könnte ich es. Einfach um mich groß zu fühlen. Während Felix oft so tat als würde er lesen, einfach um zu schlafen. Ich kritzelte irgendwelche Blätter voll oder saß vor einem riesigen Stapel Bücher und war total konzentriert, während ich in einem davon herumblätterte. Wenn Mama oder Papa mich angesprochen haben, sagte ich immer: „Pssst … nicht jetzt! Ist gerade eine spannende Stelle.“

Ich denke Mama und Papa glauben wirklich, dass ich schon lesen und schreiben kann. Auf jeden Fall haben sie mich immer ganz doll gelobt. Und irgendwie hatte ich deswegen immer ein schlechtes Gewissen. Aber jetzt ist das egal. Denn jetzt ist es endlich so weit. In der Schule werde ich richtig lesen und schreiben lernen!

Die halbe Nacht konnte ich nicht schlafen, so aufgeregt war ich. Eine Million-Milliarden Fragen gingen mir durch den Kopf. Wie wird das wohl sein – zur Schule gehen? Wer wird mit mir in eine Klasse gehen? Was bekomme ich für eine Lehrerin? Oder bekomme ich gar einen Lehrer? Muss man wirklich die ganze Zeit still sitzen?

Das mit dem still sitzen hat mich am meisten beschäftigt. Das schaffe ich nämlich ganz bestimmt nicht. Papa sagt immer ich bin ein echter Zappelphilipp. Und ich zapple wirklich viel. Aber nur weil still sitzen so langweilig ist … weiter lesen

Die Halloween-Nacht und der kleine Vampir

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4.258065

Gruselgeschichte für Kinder - Die Halloween Nacht und der kleine Vampir

Hoch oben auf einem Hügel steht ein altes Haus. Das Haus ist sehr heruntergekommen, denn der kleine Vladi und seine Familie wohnen schon sehr lange hier. Dieses Halloween sind es genau 200 Jahre. Ja, ihr habt richtig gehört, der kleine Vladi wohnt schon 200 Jahre hier, denn Vladi ist ein Vampir.

Von dem Hügel aus kann er über die ganzen Häuser der lang geschlängelten Straße schauen. Vladi sitzt jeden Tag am Fenster und beobachtet die Kinder. Das ganze Jahr über – Tag ein Tag aus.

Er beobachtet sie auf ihrem Weg zur Schule, beim Spielen und Fahrradfahren, beim Schneemann bauen und rodeln – sie lachen und jauchzen. Einige von den Kindern haben eine Menge Freunde. Vladi hat keinen einzigen Freund. Zumindest keinen menschlichen...weiter lesen

Wo ist Shorty?

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4.5

Libby auf dem Fahrrad

Im kleinen Örtchen Salbruck ist der Sommer ausgebrochen. Libby und ihre Freunde haben schon lange auf die große Hitzewelle gewartet um endlich wieder am Lasse-Steinbruch baden zu können. Schon morgens duftet die Luft nach Sommer. Libby ist gerade mit dem Fahrrad auf dem Weg zu Poppel, um ihn zur Schule abzuholen. Alex kommt auch dorthin. An der Ecke zur Gaus-Alle macht Libby wie gewöhnlich einen größeren Bogen um das Haus vom alten Bellbi. Der alte Bellbi muss schon seit Ewigkeiten dort wohnen. Zumindest sieht er so aus. Irgendwie hat der alte Mann etwas gruseliges mit den ganzen Falten im Gesicht und den knochigen Händen.

Libby und ihre Freunde waren einmal als Mutprobe auf Bellbi's Grundstück. Natürlich hat er sie erwischt. Der alte Bellbi kriegt einfach alles mit. Als hätte er seine Augen und Ohren überall. Er jagte die Kinder mit seinem Gehstock in der Hand von seinem Grundstück. Seitdem machen sie einen großen Bogen um das Haus...weiter lesen